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Ein Indianerdorf bietet der Erdölindustrie die Stirn

ARA e.V.
Ansprechpartnerin:
Monika Nolle
August-Bebel-Str. 16-18
33602 Bielefeld
Tel.: 0521-65943
monika.nolle@araonline.de
http://www.araonline.de/
Lebenslinie
Sarayacu – Ein Indianerdorf bietet der Erdölindustrie die Stirn

Etwa 2.000 Kichwa leben in den fünf Dörfern der Gemeinde Sarayacu in Ecuador. Der Regenwald liefert den Menschen Nahrung, Heilpflanzen und spirituelle Identität. 1992 wurde ihnen ihr Land offiziell zugesprochen, doch die Nutzung der Bodenschätze hat sich die Regierung vorbehalten.
Ausländische Ölkonzerne drängen nun seit Jahren auf die Genehmigung zur Ölförderung. Doch die Kichwa wehrten sich erfolgreich. Bislang konnte noch kein einziger Bohrturm errichtet werden. Immer wieder entdecken die Indianer auf ihrem Land Mitarbeiter von Ölfirmen, auf der Suche nach geeigneten Bohrstellen. Nachdem sogar das ecuadorianische Militär eingesetzt wurde, um einem Ölkonzern Zugang zu verschaffen, entschließt sich Sarayaku für ein außergewöhnliches Projekt: Eine “Lebenslinie” aus bunt blühenden Bäumen soll ihr Land markieren.

Das Gebiet der Kichwa ist mit 135.000 Hektar halb so groß wie das Saarland. Die etwa 300 km lange Grenze kann nicht ständig kontrolliert werden. Bunt blühende Bäume sollen die Grenzlinie sichtbar machen – vom Flugzeug und auch vom Boden. Jeder Baum soll einen Paten haben. Diese Paten zeigen den Ölkonzernen und dem ecuadorianischen Staat, dass die Menschen von Sarayacu nicht alleine für den Regenwald kämpfen, sondern auf die Unterstützung aus anderen Ländern bauen können.
Mit dem Projekt „Lebenslinie“ werden nicht nur Bäume gepflanzt, darüber hinaus hilft es, die kulturelle Identität der Bewohner von Sarayacu zu stärken. Es sichert die Weitergabe traditionellem Wissen und dem Schutz der natürlichen Ressourcen.
In Sarayacu entstand ein Bildungszentrum, in dem die Kinder zur Schule gehen und den Kichwa Raum für regelmäßige Versammlungen bietet. Darüber hinaus wurden Schreibpulte für die Kinder, Möbel für die kleine Schulbücherei und zwei Computer angeschafft. Die Installation einer Solaranlage soll zukünftig umweltschonend Energie gewinnen. Unterstützen Sie die Lebenslinie. Helfen sie den Kichwa ihr Land vor den Ölkonzernen die zu schützen.
