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Solarstrom und sauberes Wasser

Koordinationskreis
Mosambik e.V. (KKM)
c/o Helmut Behnisch
August-Bebel-Str. 16-18
33602 Bielefeld
Tel. 05232-61585
hbehnisch@gmx.de
http://www.kkmosambik.de/
Ausweg aus der Armut
Solarstrom und sauberes Wasser

Können Sie sich ein Leben ohne elektriches Licht und fließendem Wasser vorstellen? Weniger als 13,2 Prozent der Menschen in Mosambik verfügen über einen Zugang zum Stromnetz. Dabei ist Energie eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Armutsbekämpfung und die Entwicklung einer Region.
Eingebettet in eine ökumenische Gemeindepartnerschaft zwischen der evangelisch-lutherischen und der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde in Lage/Lippe und der Igreja Methodista in Cambine werden in der ländlichen Gemeinde Cambine (Südmosambik) Solaranlagen installiert. Cambine ist ein großes Ausbildungzentrum mit einer theologischen Hochschule, mehreren Sekundarschulen, Werkstätten und einem Landwirtschaftsausbildungszentrum. Seit 2002 wurden im Rahmen von Begegnungsreisen fünfzehn kleine Photovoltaikanlagen auf zentrale Häuser des Ortes installiert. Damit können jetzt z.B. die Kinder nachts mit elektrischem Licht zur Welt kommen, die LehrerInnen nach Eintritt der frühen Dunkelheit arbeiten und die BewohnerInnen nach ihrer Feldarbeit in den Schulräumen Versammlungen abhalten und an Alphabetisierungskursen teilnehmen. Eine weitere größere Solaranlage pumpt aus einem 60 m tiefen Bohrloch sauberes Wasser für eine zentrale Wasserversorgung in einen Hochbehälter. Die Installationen werden gemeinsam mit örtlichen Handwerkern und auch LehrerInnen der Schulen durchgeführt, die somit als Fachleute die Instandhaltung der Anlagen gewährleisten.
Für die nächste Zeit sind weitere Installationen auch auf weit außerhalb des Dorfes liegende Gemeinschaftshäuser geplant. Die Wasserversorgung soll durch eine weitere solare Pumpenstation stabilisiert werden. Die örtliche berufliche Schule wird eine Demonstrationsanlage und Schulungsmaterial für die Nutzung der Sonnenenergie bekommen.

In einem nächsten Schritt wird die Gesundheitstation mit der kleinen Klinik die erste Solaranlage zur Warmwassererzeugung an diesem Ort bekommen, die den BewohnerInnen einen ökologisch und gesundheitlich nachhaltigeren Lebensstil ermöglicht. Denn noch immer heizen und kochen 90 Prozent der MosambikanerInnen auf dem Land mit Holz(kohle). Die ökologischen und sozialen Folgen sind gravierend, wichtige Urwälder werden zerstört und die Verbrennung von Holzkohle verursacht schwere Atemwegserkrankungen. Häufig werden Kinder mit schweren Verbrennungen in der Gesundheitsstation von Cambine eingeliefert.
Das Projekt möchte dazu beitragen, dass eine nachhaltige Entwicklung in Mosambik stattfindet. Die Spendengelder werden ausschließlich für die Finanzierung der Anlagen verwendet.
